Jedes Jahr wird die Behauptung „offene Modelle sind zwei Jahre hinten dran“ neu geprüft — und jedes Jahr schrumpft die Lücke. Im August 2026 hält das beste von uns verfolgte Open-Weights-Modell — Kimi K3 von Moonshot AI — einen Podium Score von 83.3, während das beste proprietäre Modell, Claude Mythos Preview, bei 97.4 steht.
Die Lücke in einer Zahl
Auf unserer normalisierten 0–100-Skala liegt die Open-Weights-Front etwa 14 Punkte hinter der proprietären Front. Das ist ungefähr der Abstand zwischen dem #1- und #8-Proprietärmodell — signifikant, aber keine andere Liga mehr. Bei LiveCodeBench schlägt Kimi K3 (74.7%) mehrere geschlossene Modelle, die pro Token zehnmal so viel kosten.
Die aktuell besten Open-Weights-Modelle
- Kimi K3 (Moonshot AI) — 83.3
- GLM-5.2 (Z.ai) — 59.1
- MiMo V2.5 Pro (Xiaomi) — 50.3
- DeepSeek V4 Pro — 44.8
- Kimi K2.6 — 44.3
Der lange Tail fällt schnell ab: nach den Top 3 sinken die Scores unter 50. Die ehrliche Lesart: Derzeit konkurriert ein offenes Labor an der Front, der Rest sammelt sich eine Stufe darunter.
Wann Open Weights trotzdem gewinnen
Self-Hosting, Datenschutz, Fine-Tuning und Token-Ökonomie. DeepSeek V4 Flash macht mit $0.28/M Ausgabe-Tokens hohe Volumen tragfähig, wo proprietäre $25–50/M es nicht tun. In regulierten Branchen ist die Möglichkeit, Gewichte on-prem zu betreiben, oft mehr wert als ein paar Benchmark-Punkte.
Fazit
Die Lücke 2026 ist real, aber an der Spitze schmal. Verfolgen Sie sie live im Open-Weights-Ranking und vergleichen Sie beliebige Paare im Vergleichstool.